Tropfenden Wasserhahn selbst reparieren - gewusst wie!

Datum: 15.01.2019


Ein tropfender Wasserhahn ist mehr als ein Ärgernis. Das anhaltende Tropfgeräusch kann schlaflose Nächte bereiten und der Wasserverbrauch bereits bei einem leicht tropfenden Wasserhahn auf ca. 5 Liter pro Tag ansteigen. Ein Wasserhahn, der jede Sekunde einen Tropfen Wasser verliert, kommt auf 17 Liter ungenutztes Trinkwasser pro Tag, was hochgerechnet ca. 6000 Litern im Jahr entspricht. Konsequenzen für den Verbraucher sind hohe Wasser- und Reparaturkosten durch Folgeschäden.

Lesen Sie nach, wie Sie Ihren tropfenden Wasserhahn mit wenigen Handgriffen selbst kinderleicht reparieren können. Die Ursache für einen tropfenden Wasserhahn liegt meist bei Beschädigungen der Dichtung durch Verkalkung. Hier liegt das Problem am Perlator, Oberteil oder an der Kartusche. Als Perlator, oder auch Strahlregler genannt, bezeichnet man das Sieb am Ende des Auslaufs der Armatur. Durch Beimischung von Luft regelt er die Stärke des Wasserstrahls. Ein erhöhter Kalkgehalt im Wasser kann das Sieb verstopfen. Mit einer Rohrzange können Sie den Perlator vorsichtig entnehmen.

Legen Sie am besten einen Lappen dazwischen, um Beschädigungen an der Verchromung der Armatur zu vermeiden. Nutzen Sie die Gelegenheit am besten gleich, um die Einzelteile des Perlators zu entkalken. Hierzu legen Sie diesen über mehrere Stunden in Essig oder speziellem Entkalker ein und reinigen Sie ihn anschließend gründlich mit klarem Wasser. Poröse oder verformte Dichtungsringe sollten Sie unbedingt austauschen, diese finden Sie im Sanitärbedarf oder in gut sortierten Baumärkten zum kleinen Preis.

Sollte die Ursache nicht am Perlator liegen, sollten Sie einen Blick in die Armatur werfen.

Wichtig: Sie sollten, um Überschwemmungen zu vermeiden, zunächst die Wasserzufuhr unterbrechen. Bei gewöhnlichen Waschbecken reicht es, das sogenannte Eckventil unter dem Waschbecken zu schließen, bei Duschen oder Badewannen muss die Wasserversorgung in der kompletten Wohnung über den Hauptwasserhahn an der Wasseruhr oder über die zentralen Sperrventile unterbrochen werden. Diese befinden sich meist im Badezimmer.

Zu beachten sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Armaturen:

  • Die Drehgriffe von Zweigriffarmaturen lassen sich entfernen, indem Sie zunächst mit einer halben Drehung den restlichen Wasserdruck ablassen und anschließend kräftig den Griff abziehen. Sollte dies nicht funktionieren, drehen Sie den Griff bis zum Anschlag auf und drehen anschließend mit der Rohrzange in dieselbe Richtung weiter, bis er abfällt. Mit einem Sechskant-Schraubenschlüssel können Sie das Ventil lösen und mit der Hand herausdrehen. Bei der Dichtung handelt es sich um eine Tellerdichtung, die mit einer Mutter an der Unterseite des Ventils befestigt ist. Falls die andere Seite  frei von Beschädigungen ist, können Sie die Tellerdichtung mit dieser Seite nach oben weiterhin benutzen, jedoch empfiehlt es sich, diese vollständig zu ersetzen. Das Gewinde können Sie mit Hahnfett einreiben, um Korrosion zu vermeiden und die Dichtung weich zu halten.
  • Der Einhebelmischer besitzt unter dem Griff eine Kartusche mit einer Dichtung aus Keramik. Sie lässt sich entnehmen, indem Sie den Griff abschrauben und die Halteschrauben lösen. Legen Sie die Kartusche zur Entkalkung, wie die Düse auch, über mehrere Stunden in ein Bad aus Essig oder Entkalker. Gegebenenfalls ist es nötig, die komplette Kartusche auszutauschen.

Falls sich Ihr alter Wasserhahn leider nicht mehr reparieren lässt, schauen Sie sich doch einfach unsere aktuellen Modelle an, vielleicht ist ja Ihr neuer Wasserhahn mit dabei - mein-designbad.de

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